Kaisers Mar ine
Kaisers-Marine


S.M.S. LEIPZIG

S.M.S. Leipzig war ein Kleiner Kreuzer der Kaiserlichen Marine und das vorletzte Schiff der 7 Einheiten umfassenden Bremen-Klasse. Dem Stapellauf am 21.03.1905 bei der A.G. Weser in Bremen folgte die Indienststellung am 20.04.1906. Die Besatzungsstärke betrug 288 Mann.

Für die Verwendung in Fernost vorgesehen verließ der Kreuzer Wilhelmshaven am 08.09.1906 und erreichte Hongkong am 09.01.1907. Die Jahren 1907 und 1908 waren ausgefüllt mit Patrouillenfahrten vor der chinesischen Küste und im Jangtsekiang-Gebiet sowie Fahrten im Rahmen des Geschwaderverbandes und dem Besuch der Häfen der Region. Im Februar 1909 verlegte die Leipzig nach Samoa, wo es zu Unruhen gegenüber der deutschen Kolonialverwaltung gekommen war. Hier blieb das Schiff bis Ende Mai, kreuzte zunächst in der Südsee und erreichte am 29.06.1909 wieder Tsingtau. Im Jahr 1910 folgte eine Rundreise des Kreuzers durch die ostindische Inselwelt und Patrouillenfahrten in chinesischen Gewässern. Aufgrund der Unruhen in China 1910 - 13 blieben die chinesischen Gewässer auch in diesen Jahren das Haupteinsatzgebiet des Kreuzers. Im Mai 1914 erhielt die Leipzig dann den Befehl zur Verlegung an die mittelamerikanische Westküste, wo sie am 10.07.1814 die S.M.S. Nürnberg als Stationär ablöste.

Der Aufenthalt vor Mexiko sollte jedoch nur von kurzer Dauer sein. Mit Kriegsausbruch trat der Mobilmachungsplan in Kraft, der die Vereinigung mit dem Ostasiatischen Kreuzergeschwader vorsah. Diese erfolgte am 14.10.1914 in der Nähe der Osterinseln. Admiral Graf Spee führte sein Geschwader durch den Pazifik zur Küste Südamerikas. Am 01.11.1914 stieß das Kreuzergeschwader bei Coronel auf einen britischen Kriegsschiffverband. Das anschließende Gefecht konnten die Deutschen für sich entscheiden und die britischen Panzerkreuzer Good Hope und Monmouth versenken. Nach der anschließenden Umrundung von Kap Horn lief das deutsche Geschwader am 08.12.1914 die britischen Falklandinseln an, stieß dort jedoch auf überlegene britische Seestreitkräfte. Der Versuch der Flucht gelang nur dem kleinen Kreuzer S.M.S. Dresden, während Scharnhorst, Gneisenau, Leipzig, Nürnberg und zwei Versorgungs­schiffe versenkt wurden. Vor der Besatzung der Leipzig konnten lediglich 18 Mann gerettet werden.


Das Bild zeigt einen Matrosen der Leipzig mit einem Rettungsring des Schiffs. Neben ihm steht ein Schild mit der Aufschrift: „Fröhliche Weihnachten / Wenn auch Chinesen sich empören / Das soll uns heute wenig stören / Wir feiern doch in frohem Kreise / Das Weihnachtsfest auf Seemannsweise / 1911“. Bei dem Rettungsring ist bemerkenswert, dass das Kürzel „S.M.S.“ in sehr verschnörkelter Schrift dargestellt ist, während der Schiffsname selbst in einfachen Buchstaben gehalten ist.