Kaisers Mar ine
Kaisers-Marine


S.M.S. MAINZ  

S.M.S. Mainz war ein Kleiner Kreuzer der 4 Einheiten umfassenden Kolberg-Klasse. Dem Stapel­lauf am 23.01.1909 in Stettin folgte die Indienststellung bereits am 01.10.1909. Das Schiff wurde dem II. Aufklärungsgeschwader der Hochseeflotte beigeordnet.

Bei Kriegsbeginn war die Mainz in der Nordsee eingesetzt und diente als Fernsicherung für die vor Helgoland patroullierenden dt. Vorpostenboote. Als die Briten am 28.8.1914 die Vorpostenkette an­griffen, erhielten die Mainz und mehrere andere kleine Kreuzer den Befehl, die Vorpostenboote zu schützen. Der Einsatz der deutschen Kräfte erfolgte jedoch nicht geschlossen, sondern zersplittert, so dass sich die dt. Schiffe jeweils überlegenen feindlichen Kräften gegenübersahen. Auch die Mainz stieß auf überlegene feindliche Schiffe und hatte in dem anschließenden Gefecht keine Chan­ce. Bewegungsunfähig geschossen wurde das Schiff am Ende von der eigenen Besatzung versenkt. 89 Mann der Besatzung waren ums Leben gekommen, die restliche Mannschaft ging in britische Gefangenschaft.

Das Foto zeigt eine auf Borkum befindliche Erinnerungsstätte für die bei dem Seegefecht gefallenen Besatzungsan-gehörigen  der S.M.S. Mainz. Bekrönt ist dieses Denkmal mit einem aufwändig gestalteten Rettungsring der außer dem Schiffsnamen auch das Wappen der Stadt Mainz trägt. Im Bereich des „M“ oben weist der Rettungsring deutlich eine Beschädigung auf. Der Rettungsring war nach der Versenkung des Schiffs auf Borkum angeschwemmt worden und wurde zunächst an dem Denkmal auf Borkum angebracht. Später wurde er der Stadt Mainz als Erinnerungsstück an ihr Patenschiff überlassen und kam Ende 1914 in das dortige Altertumsmuseum. Dort verliert sich dann die Spur 1945.


Die Überlassung des Rettungsrings an die Stadt Borkum war verbunden mit der Bitte, eine Nachbildung nach Borkum zu senden. Diese Nachbildung wurde in Mainz aus Zink gefertigt und händisch originalgetreu bemalt. Die zeitgenössische Abbildung der Gedenkstätte auf Borkum zeigt diese Nachfertigung des Rettungsrings, an dem nun keine Beschussschäden mehr erkennbar sind. Der Verbleib dieser Nachbildung ist mir unbekannt.

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Neben diesem in Borkum angeschwemmten und wohl nicht erhalten gebliebenen Rettungsring hat ein weiteres Exemplar von diesem Schiff in Norddeutschland die Zeit überdauert. Auch dieser Rettungsring wurde nach dem Untergang des Schiffs an Land angespült und geborgen. Die Gestaltung der Schrift und des Mainzer Wappens entspricht dem Exemplar auf dem Foto aus der Kriegszeit. Das Farbfoto vermittelt aber doch nochmals einen ganz anderen Eindruck vom Aussehen eines solchen Rettungsrings als das Schwarz/weiß-Foto.

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Eine weitere Aufnahme, die das auf den obigen Fotos abgebildete Denkmal für die Gefallenen der S.M.S Mainz in den 30er oder 40er Jahren zeigt. Der Rettungsring ist nun nicht mehr die von der Stadt Main gefertigte, originalgetreue Nachbildung des angeschwemmten Ringes. Statt dessen hat man hier wohl einen anderen Rettungsring als einen solchen der S.M.S. Mainz dekoriert, wobei man sich jedoch mit einer einfach gehaltenden Gestaltung begnügt hat. 

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